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In Bad Laasphe steht die erwerbswirtschaftliche
Funktion des Waldes mit weitem Abstand im Vordergrund.
Heute haben wir uns die Grundsätze naturnaher Wirtschaftsweisen zueigen
gemacht, um natürliche Wachstumsprozesse stärker in die Produktion
einzubinden (biologische Automation statt kostenträchtigem Input)
Dabei ist die große Besonderheit, daß die im Windschatten
des Rothaargebirges liegenden Wittgensteiner (bis auf vereinzelte
Schneebruchschäden) kaum Kalamitätsprobleme kennen.
Dank skelettreicher und nicht staunasser Böden, einer vielgestaltigen
Topographie und vor allem der leeseitigen Lage können dem Betrieb
nur die seltenen |
Oststürme ernsthaft gefährlich
werden.
Die Rentkammer gehörte deshalb auch zu den wenigen von Wibke
kaum getroffenen Betrieben ("weniger als ein jährlicher
Nutzungssatz").
Geholfen haben mag auch, daß man in Laasphe seit jeher auf räumliche
Ordnung großen Wert legt und sich die Ausprägungen des
Schlagwaldes (Los- und Freihiebe, konsequent fortschreitende Hiebszüge)
wie im Lehrbuch studieren lassen.
Heute ist die Wirtschaftsweise stark von den klassischen Wirtschaftsweisen
abgerückt und bedient sich seit 10 Jahren den Methoden der naturnahen
Wirtschaftsweise unter weitgehendem Kahlschlagverzicht und dem verstärktem
Einsatz der Naturverjüngung. |